Sonntag, 7. September 2014

So viel ist passiert...

Mein letzter Post ist nun doch leider einige Monate her... das war so gar nicht geplant. Aber durch die Schwangerschaft kam so vieles auf mich zu, dass ich dafür leider keine Zeit mehr gefunden habe. 

Also, wo soll ich beginnen... ich bin mittlerweile in der 36. ssw. und unser kleines Wunder wird ein Mädchen.

Am Anfang der Schwangerschaft hatte ich Kreislaufprobleme und Brustschmerzen zu kämpfen... Kurzatmigkeit hat sich auch schon sehr früh bei mir eingeschlichen, ebenso das nervige Sodbrennen. Das liegt allerdings nicht nur an der Schwangerschaft, sondern auch daran, dass ich ein inaktives Bakterium im Magen habe, welches ich jetzt leider erst nach der Schwangerschaft behandeln lassen kann... bis dahin sind Rennie meine treuen Begleiter! 
In den ersten paar Wochen musste ich auch dreimal ganz fürchterliche Stunden durchstehen... ich hatte Blutungen bekommen und musste abklären lassen ob sich denn eine Fehlgeburt einschleicht oder nicht. Aber wie ihr euch ja jetzt auch denken könnt, war da zum Glück alles gut! Mir wurde nur gesagt, dass ich mich noch mehr schonen soll und auch nicht mehr als 2kg heben darf. 
Mittlerweile ist mein Bauch ganz schön groß und damit wird es auch so langsam echt beschwerlich. Ich habe eigentlich ständig Kreuzschmerzen und durch Wassereinlagerungen tun mir seit ein paar Wochen auch noch die Handgelenke weh. Man weiß gar nicht mehr wie man sich überhaupt noch hinsetzen oder legen soll... schon die kleinste Anstrengung führt dazu, dass ich das Gefühl habe ich hätte zehn Stunden am Stück Schwerstarbeit verrichtet. Jetzt wo der Geburtstermin immer näher rückt, kann ich es immer noch nicht richtig glauben, dass da ein kleines schon fast fertiges Wesen in meinem Bauch drinne ist... meine kleine Tochter... ich freu mich so sehr sie endlich kennen lernen zu drüfen - sie im Arm zu halten und mit ihr zu kuscheln! Ihr Kinderzimmer ist fertig eingerichtet und wartet nur darauf von ihr benutzt zu werden! 
Ich werde versuchen nun doch wieder etwas regelmäßiger zu posten... vor allem wenn es rund um das Thema Baby was neues gibt! Achso, aktuell wiegt meine kleine ca. 2400g und ist in etwa 44-45cm groß.
Ansonsten versuche ich euch die vergangen Monate mit ein paar Bildern näher zu bringen!

Das allererste Bild von meinem Wunder... nur wenige mm groß, aber das winzige Herzchen hat schon eifrig geschlagen:

Und nach und nach ist sie immer größer geworden und ordentlich gewachsen:





Das erste mal dass wir ihr Gesicht sehen durften:



Und nicht nur sie ist gewachsen:









So, fürs erste war es dass dann mal...
Im nächsten Post werde ich euch das Kinderzimmer vorstellen :-)






Sonntag, 2. März 2014

Endlich schwanger!

Total überglücklich und zittrig hielt ich den positiven Test in der Hand. Das allererste Mal in meinem Leben, dass ein Schwangerschaftstest positiv war :-D 

Doch was nun... meinem Mann wollte ich es nicht direkt sagen. Ich wollte ihm keine Hoffnung machen und nachher war der Test nur falsch positiv. Es waren so günstige Teststreifen aus dem Internet und sie sollten auch in dem Monat ablaufen, von daher hab ich der ganzen Sache noch nicht so wirklich getraut. Also einen ganz normalen Tag mit meinem Schatz verbracht: Termin auf der Bank und ausgiebig unseren Wocheneinkauf getätigt. Wieder zu Hause angekommen, musste mein Mann nochmal schnell zu seinen Eltern fahren. Diese Zeit hab ich genutzt um einen besseren Schwangerschaftstest zu machen den ich noch daheim hatte (dieser ist auch auf dem Foto meines letzten Posts zu sehen!) Als dieser dann nach wenigen Sekunden eindeutig positiv war, konnte ich es kaum noch erwarten meinem Mann die gute Neuigkeit zu erzählen. Als er heim kam erzählte er mir zuerst von dem Gespräch mit seinen Eltern und als er ins Schlafzimmer ging um sich umzuziehen, hab ich mir den Test geschnappt, ihn hinter den Rücken gehalten und bin ihm gefolgt. Das ich ihm hinterher gelaufen bin hat ihn dann doch etwas irritiert und auf seine Frage was denn los sei hab ich ihm den Test unter die Nase gehalten. Den Moment werde ich nie vergessen!! Genau zu sehen wie seine Augen den Test absuchen, dort die zwei Striche zu erblicken und mich dann noch immer leicht verunsichert wieder anzusehen und die Frage: Positiv? Hat`s geklappt? Worauf ich ihm nur freudestrahlend nicken und ja sagen konnte und dann lagen wir uns auch schon in den Armen.

Trotzdem bleibt ja immer noch ein Rest Anspannung bis zum Bluttest. Hoffentlich geht auch weiterhin alles gut! Hoffentlich steigt das Hcg im Körper auch und nicht dass es zwar beim Bluttest heißt schwanger, aber der Wert bildet sich schon wieder zurück. Also trotz allem war ich super nervös am Bluttesttag. Dann Nachmittags auf 15 Uhr zu warten bis man endlich in der Klinik anrufen kann um sein Ergebnis zu erfragen... immer wieder diese Warterei! Als die Stimme am Telefon mir dann mein positives Ergebnis noch bestätigte war ich erst einmal super erleichtert. Hcg lag bei 965. Und alle anderen Werte waren auch super! Meinen ersten Termin bekam ich 11 Tage später. Mein Mann meinte zwar, dass wir ja auch die 14 Tage bis zum Bluttest gut rum bekommen haben, da wären die 11 Tage jetzt doch ein Klacks... aber ganz so hab ich das nicht gesehen... 11 Tage in denen sich bei mir nochmal Unsicherheit aufbauen konnte, 11 lange Tage die sich wieder wie Kaugummi ziehen würden... ein Alptraum!!! 

Durch einen dummen Zufall erfuhr es eine meiner besten Freundinnen gleich am nächsten Tag. Leider nicht durch mich persönlich, sondern ziemlich blöd über eine Gruppe im Internet in die ich eingetreten bin. Hatte ganz vergessen, dass sie zwar nicht meine Posts angezeigt bekommt, aber wenn ich in eine Gruppe wechsele die ganz eindeutig Oktober Mamis 2014 heißt, sie das sieht und weiß was Sache ist. Ok, das lief etwas blöd, aber ändern konnte ich es leider nicht mehr. 4 Tage nach dem Bluttest habe ich es dann auch schon meiner Schwester und meinen Eltern erzählt. Sie wussten ja auch alle von dem Versuch und hätten früher oder später eh nachgefragt wie es gelaufen ist. Nochmal 2 Tage später sind wir dann zu den Eltern von meinem Mann gefahren und haben ihnen die frohe Nachricht überbracht. Ich weiß, dass das doch noch sehr früh war, aber ich hab mich einfach so gefreut und dachte mir, ich bleib jetzt einfach mal positiv und denke nicht daran, dass noch was schlimmes passieren kann. 
Dann war es endlich soweit. 11 lange Tage waren endlich vorbei und mein erster Untersuchungstermin stand an. 
Blutentnahme und Ultraschall... kaum, dass ich da auf dem Stuhl hockte war ich wieder ein Nervenbündel. 
Dann kam der wunderbare Moment in dem ich mein kleines Bärchen zum aller ersten Mal sehen konnte... ganz winzig Klein und ein noch viel kleinerer blinkender Punkt war das Herzchen, dass schon schlug. <3

Ganze 4mm groß... manchmal kommt das ganz große Glück, winzig klein daher :-D 
Es waren wohl am Anfang sogar Zwillinge. Es wurde eine zweite Fruchtblase entdeckt, aber darin wurde leider keine Fruchthülle mehr gesehen. So sehr ich mich auch über zwei Babys gefreut hätte, ich bin super glücklich mit meinem einen kleinen Krümel!!! Hcg war wunderbar auf 36978 gestiegen und mein Schilddrüsenwert lag bei 0,9.

So glücklich wie wir nach diesem Termin waren, erfuhren es dann auch die restlichen Verwandten. :-D

3 Tage nach dieser Untersuchung, dann der erste Schock: Schmierblutungen. Ich war über den Nachmittag mit meinem Patenkind auf dem Spielplatz gewesen und als ich dann heim kam sah ich das getrocknete Blut in der Unterhose. Ich rief meinen Mann auf der Arbeit an und hab mich direkt auf den Weg ins Krankenhaus gemacht! Zum Glück ist das hier quasi um die Ecke, so dass ich es auch schnell zu Fuß erreichen kann! 
Dort wurde dann nach meinem Krümel geschaut. Alles noch soweit ok, ich sollte aber für die Rhesusspritze und eine Nachkontrolle am nächsten Tag zu meiner Frauenärztin gehen. Gesagt getan. Morgens um 8 Uhr stand ich pünktlich vor der Praxistür ( um 5Uhr war bei mir schon nicht mehr an Schlaf zu denken!). Dort wurden dann gleich alle Untersuchungen für den Mutterpass gemacht. Blutentnahme, Blutdruck messen, wiegen und Urin Abgabe. Meine Ärztin meinte, sie würde mir lieber noch keine Spritze geben, da anscheinend die Blutung nichts mit dem Kind zu tun gehabt hätte und von daher alles in Ordnung sei. 
Auf dem Ultraschallbild, kann man sehr deutlich links den Dottersack und rechts die Nabelschnur erkennen. Mein Krümel war da ganze 7mm groß.
Erleichtert fuhr ich wieder heim...
Jedoch bekam ich nur 3 Tage später wieder eine Blutung. Diesmal war mein Mann zum Glück daheim und wir sind wieder direkt ins Krankenhaus gefahren. Während wir dort auf die Ärztin warteten hörte die Blutung auch schon wieder auf. Die Ärztin meinte dann beim Ultraschall, dass alles ok wäre und das Herz meines Lieblings würde immer noch kräftig schlagen und den Kreißlauf mit Blut versorgen. Nun doch ziemlich verunsichert fuhren wir wieder heim... keiner konnte uns bisher sagen warum ich überhaupt geblutet habe. Wieder 3 Tage später hatte ich meinen letzten Termin in der Klinik ( ab jetzt brauch ich nur noch zum normalen Frauenarzt zu gehen!) Dort hab ich die Sache mit den Blutungen angesprochen und der Arzt hat mir dann auch direkt die Rhesusspritze verabreicht. Er meinte er könnte es nicht verstehen, warum meine Frauenärztin dass nicht als Vorsorge direkt gemacht hätte. Er meinte auch, dass es gut sein könnte, dass die erste Blutung eine Abblutung der zweiten Fruchtblase gewesen sein könnte und die zweite Blutung war wohl eine kleine Einblutung in der Plazenta. Da diese aber so riesig wäre, würde das nichts ausmachen. Er konnte dann auch auf dem Ultraschallbild eine sogenannte Tamponierung erkennen. Aber alles halb so wild. Meinem Baby geht es gut! Jetzt hoffe ich nur inständig, dass ich die Spritze noch rechtzeitig bekommen habe und sich in meinem Blut keine Antikörper gebildet haben. Das wäre für eine weitere Schwangerschaft nämlich ganz schlimm! Zur Sicherheit wird mein Mann dann jetzt auch mal seine Blutgruppe bestimmen lassen. Sollte er nämlich auch Rhesusfaktor negativ sein, wie ich, dann müssten wir uns gar keine Gedanken machen!
Hier noch das Ultraschallbild von der Untersuchung:
Der große runde Kreis in der Mitte ist die Plazenta und rechts unten ist mein kleiner Schatz :-D Zu dem Zeitpunkt war er ganze 13mm groß! Mein Hcg war bei 138433.

Meinen nächsten Termin beim Frauenarzt hab ich leider erst am 21.03. Bis dahin hoffe ich inständig dass ich nicht noch einmal blute und alles gut verläuft! 

Das waren dann erst einmal die Fakten darüber wie es bei mir gelaufen ist. In einem meiner nächsten Posts werde ich über Schwangerschaftsymptome schreiben und wie es mir bis jetzt damit so ergangen ist...





Donnerstag, 20. Februar 2014

Der lange Weg zum Wunschkind (Teil 4 )

Unser Arzt meinte also dass es ratsamer wäre wenn ich eine leichte Stimulation mit Hilfe der Gonal f Spritzen in niedriger Dosis durchführen würde. So niedrig, dass nicht mehr als max. 4 Eizellen heranreifen sollten. 
Wir bekamen von der Klinik auch noch eine Preisliste mit. Da wir so nahe an der Grenze zu Frankreich leben lohnt sich bei einigen Medikamenten der kurze Weg über die Grenze ganz enorm, vor allem wenn man die Kosten nicht von der KK erstattet bekommt. 
Hier könnt ihr mal einen Blick auf diese Liste werfen:


Das spritzen war gar kein Problem! Hatte ich beim ersten Mal noch bammel davor, war es diesmal schon fast Routine.
Hier mein Behandlungsplan:


Nach 10 Tagen war es dann endlich soweit. 3 Eizellen sind herangereift und meine Schleimhaut hat sich auf 7mm aufgebaut und der Arzt war sich sicher, dass da bis zum Transfer noch was dazu käme. 
Ich war sehr nervös, als es dann daran ging meine Eisbärchen aufzutauen. Nicht alle befruchteten Eizellen überleben diese Prozedur. Wir hatten uns dazu entschlossen, dass die Ärzte erst einmal 2 auftauen und sollte es davon nur 1 überlebt haben, hätten sie noch die anderen 2 auftauen sollen... so hatten wir die Chance zwischen 1 bis 3 Eizellen transferiert zu bekommen. Meine Sorgen waren allerdings unbegründet! Am nächsten Tag bekamen wir den Anruf vom Labor, dass die ersten beiden die sie aufgetaut haben es auch gleich beide gut überstanden hatten und sie sich auch direkt wieder fleißig am teilen waren :-D Bessere Nachrichten konnte es gar nicht geben!!! 
Trotz jeder Freude macht man sich trotzdem noch Gedanken darum, dass noch irgendwas schief gehen könnte... viele Eizellen stoppen nämlich auch gerne mal während der Zellteilung... man hat dann so die Horrorvorstellung, dass wenn man am Transfertag in die Klinik kommt und dort dann gesagt bekommt, dass sie leider keine Eizellen zum transferieren übrig haben. 
Aber auch was das anging hab ich mir umsonst Sorgen gemacht! Meine zwei Eisbärchen haben sich prächtig entwickelt zu zwei Morulas ( die Zwischenstufe von Mehrzellern und Blastozysten). Hier sind meine kleinen Wölkchen:



Eine gute Freundin, deren Tante Reiki praktiziert, hat diese gebeten mir für den Transfer positive Energien zu senden und sie hatte für mich auch die Karten gelegt und dabei kam wohl raus, dass ich zur Zeit auf einem Höhenflug bin :-D Nach 3 Jahren Kinderwunsch nimmt man alles an positiven Energien und guten Gedanken die man kriegen kann!!!! 
Von vornherein hatte ich ein wunderbares Gefühl bei diesem Versuch!!! 
Die zwei Wochen Warterei bis zum Bluttest waren auch diesmal wieder der absolute Horror! Aber ich konnte mir Mut machen, da ich diesmal schon seit dem Transfertag eine Art Druckgefühl im Unterleib spürte und nach ein paar Tagen fingen auch die Brüste an zu spannen. Am 8. Tag nach dem Transfer bekam ich eine leichte Schmierblutung die 1 1/2 Tage anhielt... und da ich es nicht lassen konnte muss ich 3 Tage später einfach einen Schwangerschaftstest machen...




Sonntag, 16. Februar 2014

Der lange Weg zum Wunschkind (Teil 3)

Die Aussage von meinem Arzt bezüglich meiner Arbeit, haben sich mein Mann und ich doch sehr zu Herzen genommen... mal abgesehen davon, dass meinem Mann meine Stelle eh nicht so gefallen hat, da ich immer sehr gestresst war und wir uns durch die langen Arbeitszeiten so gut wie nicht mehr gesehen haben. 
Er meinte dann zu mir, dass es ihm lieber wäre wenn ich fürs Erste mal meine Arbeit aufgeben würde... Ich war mir dessen doch sehr unsicher. 
Dann kam ein Tag an dem ich mich sehr heftig mit meinem Chef gestritten habe und der ganze Druck sich in einem einzigen Satz bei mir entladen hat: Ich kündige! Wenn ich nicht schon gewusst hätte wie mein Mann darüber denkt, hätte ich im Leben nicht so gehandelt... aber so, war es ein sehr befreiendes Gefühl!
Ein paar Tage später hatte ich mich dann auch wieder mit meinem Chef vertragen und ihm gesagt, dass ich zwar in dem Sinne etwas überreagiert habe, aber trotzdem aufhöre bei ihm zu arbeiten, da ich den nächsten Versuch in der Kinderwunschklinik ( er wusste von meiner Behandlung) ohne Stress und in absoluter Ruhe machen wollte. Er kam mir dann sehr entgegen und kündigte mir, so dass ich nicht ganz ohne Geld nun da stehe. Vor ein paar Tagen hab ich noch eine Whats app Nachricht von ihm bekommen, in dem er nachfrägt wie es mir so geht und wie es denn ausschaut... ich werde demnächst auch mal wieder vorbei gehen um meine lieben Ex-Arbeitskollegen zu besuchen!

So, also zum 01. Dezember hatte ich also meine Ruhe und Zeit und keinen Druck mehr... also wollten wir vor Weihnachten unseren ersten Versuch mit den Eisbärchen starten!
Ab dem 02. Dezember bekam ich dann Gynokadin verschrieben. Dies ist ein Mittel, dass eigentlich zur Behandlung der Beschwerden in den Wechseljahren verschrieben wird. Bei mir sollte es den Eisprung verhindern, aber trotzdem die Schleimhaut schön aufbauen.


Ich musste zu drei Kontrollterminen erscheinen, bei denen mit Hilfe des Ultraschalls nachgesehen wurde wie weit die Schleimhaut sich denn schon aufgebaut hatte... allerdings war dies bei mir nicht gerade von Erfolg gekrönt! Meine Gebärmutterschleimhaut wollte einfach nicht über die 6mm hinauswachsen... und das ist im Prinzip so gut wie nichts! Da die Klinik über Weihnachten und Silvester Urlaub machte, mussten wir den Versuch leider kurz vor den Feiertagen abbrechen :-( Da es sich um den missglückten Versuch um einen Kryoversuch handelte der nicht von der KK bezahlt wird, bekamen wir kurz nach Weihnachten die Rechnung von der Klinik über die 4 Ultraschallkontrolluntersuchungen in Höhe von 126 Euro zugeschickt. Schon ärgerlich so eine Rechnung zu zahlen wenn es eigentlich in keinem wirklichen Versuch geendet hat!

Ich bekam die Mikropille Biviol verschrieben, die ich bis Silvester einnehmen sollte (allerdings nur die weißen Tabletten), damit rechtzeitig im Neuen Jahr meine Blutung einsetzen würde und wir dann direkt weiter machen konnten.


Der erste Tag meines neuen Zykluses war der 03.01.2014 und gleichzeit auch mein 31. Geburtstag

Dienstag, 11. Februar 2014

Der lange Weg zum Wunschkind (Teil 2)

Unserer ersten ICSI stand also nichts mehr im Wege... 
Ich bekam Gonal F verschrieben und ich sollte es mir jeden Abend zur gleichen Uhrzeit spritzen.

Die ersten zwei Tage 225 Einheiten und dann nochmal fünf Tage lang 187 Einheiten.
An den letzten drei Tagen von den fünfen kam dann auch noch eine Spritze hinzu, mit dem Namen Cetrotide, die den Eisprung unterdrücken sollte. 
Nach meiner letzten Kontrolle sah alles sehr gut aus und ich war bereit für die Entnahme der Eizellen, die sogenannte Punktion. Dafür sollte ich mir dann Montags Abends eine Auslösesptrize setzen und Mittwochs war es dann endlich soweit :-D

Hier mal ein Foto von meinem ersten Behandlungsplan

Ich muss sagen, dass ich vor der Punktion doch ziemlich aufgeregt war... ich bin vor der Gebärmutterspiegelung noch nie operiert worden oder habe eine Narkose bekommen... und dies war nun das zweite Mal, dass ich mich in die Hände der Anästesistin begab. 
Es ging relativ schnell und ich dann war ich auch schon wieder im Aufwachraum... diesmal nur um einiges benebelter als wie bei dem ersten Mal... diesmal hab ich die zwei Stunden zum richtig wach werden wirklich gebraucht! Dann kam der Arzt zu mir und meinte dass alles super und ohne Probleme geklappt hätte. Er hätte 11 Eizellen entnehmen können und dass ich mich heute noch schonen soll, da durch die Stimulation die Eierstöcke noch vergrößert wären und auch der Eingriff könnte mir im Nachhinein ein wenig Schmerzen bereiten. Ich sollte am nächsten Tag daheim auf den Anruf vom Labor warten bei dem mir dann mitgeteilt wurde wie viele Eizellen befruchtet werden konnten.

Die Schmerzen hielten sich in Grenzen... war nur manchmal ein unangenehmes Druckgefühl und wenn ich zu schnell zu viel machen wollte war es wie ein Seitenstechen in der Gegend.
24 Std. können schon echt langsam vergehen wenn man auf so einen Anruf wartet...
Aber umso größer war dann die Freude als es hieß, dass 6 Eizellen befruchtet werden konnten. Wir beschlossen daraufhin, dass wir 2 davon wieder transferiert bekommen wollten und 4 sollten eingefroren werden.

Das Einfrieren übernimmt leider keine Krankenkasse. Ebenso wenig wie den Kryoversuch mit den Eisbärchen. Auf der einen Seite gut, da sie nicht in die 3 bezahlten Versuche fallen und man somit mehr als nur diese hat... auf der anderen Seite muss man aber auch das Geld erst einmal haben! Die Preise sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Hier im Saarland kostet das Einfrieren inkl. aller Laborkosten, Medium und Material 360 Euro und die Lagerung für 6 Monate nochmal 160Euro.

Am Samstag war dann der große Tag... unser ersten Transfer!!! :-D 
1 1/2 bis 2 std. vorher musste ich noch ein Zäpfchen nehmen, damit während dem Transfer meine Gebärmutter entspannt bleibt und sich nicht evtl. verkrampft.
Zuerst wurden wir in ein Besprechungszimmer gebeten wo wir dann auch mitgeteilt bekamen wie sich unsere zwei Krümel so entwickelt haben. Es waren einmal ein Siebenzeller und einmal ein Achtzeller. 
Hier ein Foto von den Beiden:

Auch mussten wir beide zwei Verträge unterschreiben... Einmal einen Behandlungsvertrag und einmal einen Vertrag über die Kryokonservierung von Eizellen, Zygoten und Embryonen



Dann durften mein Mann und ich in den Transferraum... 
Ein Bild des Raumes hab ich euch ja schon in einem vorherigen Post gezeigt.
Dort hieß es dann nochmal kurz warten bis der Arzt kam... 
Uns wurde dann auf einem extra kleinen Monitor nochmal unsere Eizellen gezeigt und man konnte zusehen wie sie von der Kanüle bzw. der Spritze aufgesogen wurden. Dann wurde mir dieser lange dünne und biegsame Schlauch in die Gebärmutter gelegt und die Eizellen wurden hineingespült. Mit Hilfe eines Ultraschalls kontrollierte der Arzt dann noch, dass auch wirklich alles da ist wo es hingehört... die Eizellen sind zwar zu dem Zeitpunkt viel zu klein um sie zu sehen, aber direkt neben ihnen wurden zwei kleine Luftbläschen angebracht welche sich als heller Fleck auf dem Monitor abzeichneten.
Der Arzt wünschte uns alles Gute und viel Glück und wir durften dann noch etwas Musik hören und ich sollte noch mind. 10 Min. liegen bleiben.

Es war schon ein komisches Gefühl danach heim zu fahren... immer den Gedanken und die Hoffnung im Hinterkopf, dass die kleinen Krümel sich doch bitte einnisten sollen... Über diese ganze Prozedur war ich übrigens von der Klinik her krank geschrieben. Drei Tage nach Transfer sollte ich dann wieder arbeiten gehen.

Was allerdings in meinem Fall keine so gute Idee war. Die körperliche Anstrengung und der Stress in der Küche waren zuviel für meinen Körper! Am zweiten Tag bin ich in der Küche während eines besonders stressigen Abends regelrecht zusammengebrochen. Ich hatte Schwindelanfälle, Herzrasen und ich war unglaublich zittrig. Sobald mich jemand ansprach brach ich in Tränen aus! 

Also am nächsten Tag wieder zum Arzt und nochmal krank geschrieben... aber ich befürchte dass diese zwei Tage schon ausgereicht haben diesen Versuch zu Nichte zu machen. Die langen Arbeitszeiten, das viele Stehen ohne Pause und der Stress sind gift für meinen Körper. Das bestätigte mir auch mein Arzt. Er meinte es sei ja so schon nicht so einfach schwanger zu werden in so einem Beruf, aber dann noch die komplizierte Angelegenheit einer ICSI damit zu verbinden, wo der Körper eigentlich Ruhe braucht, seien eigentlich nicht zu vereinbaren und ich sollte mir doch Gedanken darüber machen was mir wichtiger wäre... die Arbeit oder der Kinderwunsch!

Es kam dann leider wie es kommen musste und wie ich es mir eigentlich auch schon gedacht hatte... der Bluttest nach 14 Tagen war negativ... 
Obwohl ich ja damit schon gerechnet hatte war es trotzdem niederschmetternd dieses Ergebnis am Telefon zu erfahren... 
Mein Mann hat versucht mich zu trösten, obwohl es ihm selber auch nicht gut ging und dafür liebe ich ihn nur noch mehr!!! 

Dann standen wir vor der Entscheidung wie es nun weiter gehen soll... wann würden wir den nächsten Versuch wagen und wie sollte das mit meiner Arbeit geregelt werden...

Dienstag, 4. Februar 2014

Der lange Weg zum Wunschkind (Teil1)

Wenn ich heute so zurückblicke, dann bin ich teilweiße doch ziemlich erschrocken wie lange unsere Behandlung bis heute gedauert hat. Und ich kann wirklich nicht sagen wie ich die Monate rum bekommen hab... bin nämlich ein äußerst ungeduldiger Mensch ;-)

Vor ca. 1 Jahr hatten wir unser Erst-Gespräch in der Klinik. An dem Tag wird noch keine Untersuchung gemacht. Die Ärzte wollen die Krankenvorgeschichte von einem wissen und je nachdem wie viel man schon sagen kann erklären sie welche Methode der künstlichen Befruchtung für einen in Frage kommt. Bei uns stand damals schon fest, dass wir eine ICSI machen lassen müssen. (Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion, kurz ICSI ist eine Methode im Rahmen der In-Vitro-Fertilisation (IVF), bei der ein Spermium des Mannes in das Zytoplasmabzw. Ooplasma einer Eizelle der Frau injiziert wird) Wir bekamen das Verfahren genauestens erklärt und auch die Kosten kamen zur Sprache - so ein Wunschkind ist nicht gerade billig!
Leicht verwirrt, aber trotzdem mit guter Hoffnung weil wir wussten, dass uns geholfen werden kann ging es dann wieder heim. 
Kurz darauf fand ein Infoabend in der Klinik statt wozu uns ein Arzt gerate hatten hinzugehen... es kam zwar nichts großartig neues zur Sprache, aber ich fand es dennoch gut, dass wir dort waren. Im ersten Moment denkt man wirklich man steht mit dem Problem der Kinderlosigkeit alleine da, aber als ich mich damals in dem Raum umsah wurde mir klar, dass wirklich sehr viele Paare dieses Problem haben... Ich dachte damals, da müssten sehr viele ältere Paare sitzen bei denen es halt wegen dem Alter nicht mehr so klappen will, aber nein - da waren Pärchen die teilweiße sogar noch jünger waren als mein Mann und ich... ich war wirklich sehr erstaunt - obwohl ja eigentlich klar ist, dass man sowas einem Mann oder Frau nicht an der Nasenspitze ablesen kann... ich war was das ganze Thema anging doch ziemlich naiv am Anfang!

Soweit so gut... Mein erster Testzyklus stand an. Ich sollte mich am ersten Tag meines Zyklus in der Praxis melden und einen Termin für den 3 oder 4 Tag ausmachen... Leider kam meine Mens Freitag Abends und Montags drauf war Feiertag... also zog sich das etwas hin und ich musste bis zum nächsten Zyklus warten. Dann klappte aber alles gut und ich saß am 3. Zyklustag in der Klinik und mithilfe des Ultraschalls wurde überprüft ob bei mir alles soweit in Ordnung sei... Ich musste im Laufe der nächsten Tage bzw. Wochen noch öfters hin und es wurde geschaut ob auch wirklich eine Eizelle ranreift und ob die Schleimhaut sich gut aufbaut. Dies war der Fall^^ Also alles super bei mir! Zur gleichen Zeit musste mein Mann nochmal ein Spermiogramm machen. Die Anzahl der Spermien hatte sich zwar erhöht, aber war bei weitem noch nicht genug, dass wir es auf eine andere Art und Weise, geschweige denn auf natürlichem Weg, probieren konnten. 

Als nächsten bekamen wir beide eine Impfung. Mein Mann wurde gegen Keuschhusten und ich gegen Keuschhusten und Röteln geimpft. Durch den Lebendimpfstoff von der Rötelimpfung durften wir die nächsten drei Monate nicht schwanger werden... Die Zeit hat sich schon ziemlich lang hingezogen bis wir richtig weiter machen konnten... und das obwohl bei mir mittendrin noch die Gebärmutterspiegelung gemacht wurde. Dabei wird die Durchlässigkeit der Gebärmutterschleimhaut überprüft. Nicht dass man nachher da sitzt mit den befruchteten Eizellen und kommt damit nicht bis in die Gebärmutter rein... das wäre wirklich blöd!!!  Ich war relativ aufgeregt vor dem Eingriff, da es meine erste Op bzw. meine erste Vollnarkose überhaupt war! Aber alles verlief gut und ein weiterer Schritt war getan. 

Wir hatten die ganze Zeit auch immer noch die Kosten im Hinterkopf und auf Nachfrage bei unserer Krankenkasse war das ernüchternde Ergebnis, dass sie nur 50% der Behandlung übernehmen wollten. Also sparen, sparen, sparen.... und dann eines schönes Morgens fiel mir ein kleiner Artikel im Wochenblatt ins Auge... die Knappschaft übernimmt seit neuesten 100% bei künstlicher Befruchtung... ein Wink des Schicksals^^
Also Kündigung bei der einen KK und Anmeldung bei der anderen! Durch einen wirklich blöden bürokratischen Fehler hatte ich allerdings keine Kündigungsfrist von 2 Monaten wie mein Mann... nein ich musste 4Monate warten... also wieder Warten... Dann endlich war es soweit.... am 1. September war auch ich Mitglied und sofort ging es los in die Klinik um unseren Behandlungsplan abzuholen :-D Und mit dem in den Händen fuhren wir auch gleich bei der KK vorbei. Ich dachte im ersten Moment dort würde man es uns schwer machen, da wir beide gerade erst dorthin gewechselt haben, aber ganz im Gegenteil... uns wurde direkt gesagt, dass die 100% übernommen werden und wir den Plan schnellstmöglich wieder zurückgeschickt bekommen würden... und tatsächlich zwei Tage später war der bewilligte Behandlungsplan in unserem Briefkasten... Juchhuu!!!!
Bald würde es los gehen...

Sonntag, 2. Februar 2014

Unsere Kinderwunschklinik

Hier im Saarland gibt es zwei Stück eine in Saarbrücken und eine am Homburg. Wir haben uns für die hier in Saarbrücken entschieden, da sie nur wenige Auto-Minuten von unserer Wohnung entfernt ist.
Es ist schon ein komisches Gefühl in so eine Klinik zu fahren. Man macht sich eigentlich gar keine Vorstellungen darüber wie es dort wohl aussieht und was genau dort gemacht wird. Ich war total nervös bei unserem ersten Besuch!


Aber die wunderbar beruhigende Atmosphäre im Eingangsbereich hat mir das meiste der Nervösität genommen!


Die Klinik ist in zwei Stockwerke aufgeteilt. Im 1. OG befindet sich das Spif Zentrum, dass für die Reproduktionsmedizin verantwortlich ist. Dort befindet sich auch die Räume für die Samenspende,

der OP, das Besprechungszimmer (dort bekommt man vor dem Transfer nochmal gesagt wie der Stand der Dinge ist)


und die Transferräume. Das Bild zeigt sogar den Raum in dem ich beiden Transfere hatte!
Die Farben sind in Blau - Weiss gehalten und man hat beim Betreten gar nicht das Gefühl wirklich in einer Klinik zu sein!

Im 2. OG befindet sich die normale Anmeldung. Beim ersten Besuch muss man einen Anamesebogen ausfüllen, es wird ein Foto von einem gemacht für die Akten und man bekommt eine extra Nummer. Damit wird auch ganz sicher gestellt, dass bei jedem Besuch Ich auch wirklich Ich bin :-D
Es gibt dort zwei Wartebereiche. Rechts entlang geht es zum Labor der Klinik in dem man Blut abgenommen bekommt bzw. auch geimpft wird.



Links ist der Wartebereich für die "normalen" Untersuchungen. Es läuft immer angenehme leise Musik und es gibt auch viele Zeitschriften um sich die Zeit zu vertreiben. Es gibt sogar in jedem Wartebereich einen Fernseher den man auf Nachfrage an der Rezeption einschalten kann und mit Kopfhörern dann fern sehen kann... aber bis jetzt hab ich noch nie gesehen, dass das jemand wirklich gemacht hätte! Die großen Fenster bieten auch etwas Abwechslung wenn man mal etwas länger warten muss!



Die Untersuchungszimmern sind funktional eingerichtet... ein Schreibtisch mit PC, ein Sitzbereich für die Patienten, ein extra blickgeschützen Bereich zum umziehen und den ganz tollen Stuhl den wohl jede Frau so innig liebt ;-) nebst Ultraschallgerät und allem was so dazu gehört! 


So, das war unsere Kinderwunschklinik. Beim nächsten Mal erzähle ich dann etwas über unsere bisherigen Behandlungen